Skalierung von innen heraus: Eine Geschichte von Team, Technologie und Vertrauen

Category:

Infrastruktur/Partnerschaft

Timeline:

3 Monate

Zielsetzung

Vertrauen skalieren, nicht nur Code: Eine echte Geschichte von Abstimmung und Akzeptanz

//Die Technologie hinter den Ergebnissen

Wenn es nicht ums Reparieren, sondern ums Ermöglichen geht

Bei Uniqorn Solutions werden wir oft dann hinzugezogen, wenn Teams Klarheit benötigen – sei es, weil etwas kaputt ist, sich verlangsamt oder einfach nicht so skaliert, wie gewünscht. Doch diesmal war technisch alles in Ordnung: Die Infrastruktur war modern, CI/CD-Pipelines waren aktiv, und Tools für Observierbarkeit sowie Umweltmanagement bereits eingerichtet.

Und trotzdem fühlte sich der Fortschritt langsamer an als erwartet. Funktionen blieben im Staging stecken. Releases wurden vorsichtig getaktet, um Risiken zum Ende der Woche zu vermeiden. Das Team hatte alles – doch etwas fehlte: gemeinsames Vertrauen.

Wir wollten keine Tools austauschen oder mehr Entwickler:innen hinzufügen. Wir wollten dem Team helfen, an das zu glauben, was es bereits hatte.

Unsere Beobachtung: Fähige Teams, wachsende Zurückhaltung

Es gab keine Krise. Kein Feuer zu löschen. Stattdessen bemerkten wir Muster:

  • Releases wurden am Ende der Woche verschoben

  • Manuelle Checklisten wurden länger, aber weniger vertrauenswürdig

  • Übergaben zwischen Teams wurden langsamer

  • Deployments wurden vorsichtig angegangen, selbst wenn alles stabil war

„Es ist nicht so, dass wir nicht releasen können“, sagte ein Entwickler. „Es ist eher so, dass wir uns nicht sicher sind, ob wir es tun sollten.“

Das war unser Stichwort: Das Problem lag nicht in der Infrastruktur – es lag in der Akzeptanz.

Der nächste Schritt: Den richtigen DevOps-Partner finden

Wir arbeiteten bereits eng mit den Führungskräften sowie den Produkt- und Lieferteams des Kunden zusammen. Doch wir brauchten einen Partner, der das DevOps-Fundament stärkt und moderne Deployment-Praktiken etabliert.

Da kam Das Meta  ins Spiel. Ihr Team brachte die richtige Mischung aus technischer Reife und kooperativem Denken mit. Noch wichtiger war aber: Sie verstanden, dass echter Fortschritt mehr braucht als nur Code – er erfordert Veränderung in der Zusammenarbeit.

Was funktionierte – und was nicht

Von außen sah alles gesund aus:

  • Infrastruktur mit Terraform verwaltet
  • CI/CD mit GitHub Actions
  • Observierbarkeit mit Prometheus und OpenTelemetry
  • Cloud-native Architektur

Doch intern wurden diese Tools nicht mit Vertrauen genutzt. Der Zugang war da – die Abstimmung fehlte. Es klaffte eine Lücke zwischen technischer Verfügbarkeit und tatsächlicher Gewohnheit.

Wir nennen das „Adoptionsschulden“ – und sie bremsten unauffällig den Fortschritt.

Unser Ansatz: Erst beobachten, dann verändern

Anstatt sofort Lösungen vorzuschlagen, integrierten wir uns in die Teamroutinen:

  • Teilnahme an Standups, Retros und Planungsmeetings

  • Beobachtung, wie Infrastruktur-Updates kommuniziert wurden

  • Analyse, wo Unsicherheiten Entscheidungen blockierten

Wir diagnostizierten nicht von außen – wir machten mit, um die wahren Ursachen zu verstehen.

So erzielten wir gemeinsam Fortschritte

Unsere Zusammenarbeit mit Das Meta  verlief auf zwei klaren Bahnen:

  • Ihr Team stabilisierte die Infrastruktur

  • Wir unterstützten die Adoptionsreise, übersetzten technische Verbesserungen in Teamverhalten

Das bedeutete:

  • Coaching interner Tech-Leads

  • PMs bei systemgerechter Planung unterstützen

  • Signale zur Einsatzbereitschaft in die Planung einbetten

  • Feedbackschleifen in Sprints integrieren – nicht nur in Retros

„Es ging nicht um mehr Tools“, sagte ein Teamleiter. „Es ging darum, das Vorhandene endlich mit Klarheit zu nutzen.“

Ein Wandel im Rhythmus, nicht nur im Prozess

Unser Ziel war nicht nur, Releases durchzuführen – sondern dass sie planbar und stressfrei ablaufen.

  • „Fertig oder nicht“-Denken durch gemeinsame Checklisten ersetzt

  • Feedback-Schleifen wurden Teil der täglichen Abstimmungen, nicht nur vierteljährlicher Reviews

  • Roadmaps entwickelten sich von Hoffnungen zu lieferinformierten Zeitplänen

Das Ergebnis?
Eines Tages wurde ein Release gegen Ende der Woche durchgeführt – und niemand bemerkte es. Keine Slack-Diskussionen. Kein Überwachungspanik. Einfach ruhiger, selbstbewusster Fortschritt.

Vorher und Nachher: Was sich wirklich verändert hat

Rückblickend folgte diese Reise einem klaren Bogen:

Von stiller Zurückhaltung → zu partnerschaftlicher Zusammenarbeit → zu selbstbewusster Akzeptanz → zu nachhaltiger Lieferfähigkeit.

Nicht durch Top-down-Vorgaben, sondern durch die Ausrichtung von Menschen, Prozessen und Tools.

Vorher

Nachher

Deployments vorsichtig getaktet

Releases systembewusst geplant

Infra-Tools ungenutzt

Vollständig in den Engineering-Alltag integriert

Roadmaps vom Delivery entkoppelt

Realistische, systeminformierte Planungsgespräche

PMs unsicher bzgl. technischer Reife

Klare Signale zur Einsatzbereitschaft, verlässliche Lieferung

Unsere wichtigsten Learnings

  • Adoption zählt mehr als Zugang – Tools allein schaffen kein Vertrauen
  • Teamrhythmen beobachten > Frameworks erzwingen
  • Ruhiges Releasen > schnelles Releasen
  • Partnerschaften funktionieren durch gemeinsame Verantwortung – nicht durch Ticket-Weitergabe
  • Kultureller Wandel passiert in Ritualen, nicht in Slides

Ein Wort zur Zusammenarbeit

Diese Transformation drehte sich nicht um einen einzelnen Anbieter oder eine einzige Lösung. Es ging darum, dass mehrere Teams mit einem gemeinsamen Mindset zusammenarbeiteten: Die Menschen sollten gemeinsam mit dem System skalieren.

Wir sind dankbar für die Rolle, die Das Meta  bei der Stärkung der Delivery-Umgebung gespielt hat, und stolz darauf, wie das gesamte Team Schritt für Schritt zu einem selbstbewussteren Rhythmus gefunden hat – mit jedem einzelnen Deployment.

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